27.11.2025

Rückblick auf die KINIOS-Führungskräftetagung

Rückblick auf die KINIOS-Führungskräftetagung

Austausch, Innovation und gemeinsamer Blick in die Zukunft der Patientenversorgung

Am 14. November fand die regelmäßig stattfindende Führungskräftetagung der KINIOS-Gruppe statt. Eingeladen waren leitende Ärztinnen und Ärzte sowie Praxismanagerinnen aller Standorte. Bereits am Vorabend trafen sich die Teilnehmenden zu einem informellen Abendessen, das in ungezwungener Atmosphäre viel Raum für persönlichen Austausch bot. Alte Kontakte wurden belebt, neue geknüpft – ein Auftakt, der die Basis für eine offene und konstruktive Tagung legte.

Digitalisierung im Praxisalltag: Pilotprojekte, Erkenntnisse und Ausblick

Der erste große Themenschwerpunkt widmete sich der Digitalisierung. Im Fokus stand die Frage: Welche digitalen Tools erleichtern den Praxisalltag wirklich?

Seit der letzten Tagung haben mehrere Standorte verschiedene Lösungen getestet, deren Ergebnisse nun präsentiert und gemeinsam diskutiert wurden.

Zu den Pilotprojekten zählten:
• Eine Plattform zur Mitarbeitergewinnung
• Eine digitale Rezeption zur Entlastung des Empfangsteams
• Tools zur digitalen Terminvereinbarung
• KI-gestützte Dokumentationshilfen

Die Rückmeldungen der Standorte waren überwiegend positiv, gleichzeitig wurde kritisch hinterfragt, wo Grenzen, Schwachstellen oder versteckte Aufwände liegen. Genau dieser offene Austausch war Ziel des Formats: ausprobieren, testen, evaluieren – statt sich auf altbewährte Routinen zu verlassen.

Letztlich dient jede digitale Lösung nur einem Zweck: Weniger administrative Belastung – mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten.

Interaktive Workshops: Prozessoptimierung und praktische Anwendung

Im zweiten Teil der Tagung wurden mehrere Workshops durchgeführt, die alle Teilnehmenden aktiv einbezogen.

Medizinische Behandlungsqualität aus Patientensicht

Yannik Schreckenberger, Managing Director bei Heartbeat Medical, zeigte in seinem Vortrag, welchen Beitrag patientenberichtete Ergebnisse (PROs) zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen leisten können. Diese Ergebnisse werden mithilfe standardisierter Fragebögen erhoben und ermöglichen einen detaillierten Einblick in Behandlungseffekte sowie in die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patientinnen und Patienten.

Herr Schreckenberger betonte, dass systematisch erhobene Rückmeldungen die patientenzentrierte Ergebnisqualität deutlich verbessern können, da sie medizinische Entscheidungen gezielter unterstützen und Optimierungspotenziale in der Versorgung sichtbar machen. Herzstück dieses Ansatzes ist die strukturierte Datenerfassung, die PROs zu einem wirkungsvollen Instrument macht, um Behandlungen transparent zu bewerten und Versorgungsprozesse nachhaltig weiterzuentwickeln.

Buchhaltungs- und Abrechnungsprozesse

Ein weiterer Workshop widmete sich der Frage, warum klare Strukturen und definierte Prozesse im Rechnungswesen für eine vollständige und revisionssichere Abrechnung unerlässlich sind.

Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Empfehlungen, wie finanzielle Abläufe effizienter und transparenter gestaltet werden können.

Personalplanung & Organisation

Im Austauschformat der Praxismanagerinnen wurden Erfahrungen und Best Practices rund um Personalprozesse und Teamorganisation geteilt. Auch hier spiegelte sich unser Leitsatz “Weniger administrative Belastung – mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten” klar wider. So wurden HR-Prozesse und Softwarelösungen, die in den letzten sechs Monaten neu eingeführt wurden, rückblickend betrachtet und daraufhin geprüft, inwiefern theoretische Konzepte im praktischen Alltag aufgehen.

Mit Blick auf die kommenden Entwicklungen wird die Personalplanung fortlaufend effizienter, flexibler und mitarbeiterorientierter gestaltet, sodass mehr Zeit dort ankommt, wo sie am wichtigsten ist.

Ein wichtiger Austauschpunkt betraf zudem die aktuelle Patient Journey innerhalb der Praxen. Gemeinsam wurde analysiert, wie Patientinnen und Patienten heute die verschiedenen Schritte – von der Terminvereinbarung über den Empfang bis hin zur Nachsorge – erleben. Dabei wurden sowohl positive Aspekte als auch Schwachstellen identifiziert. Besonders im Fokus standen Optimierungspotenziale in den Bereichen Kommunikation, Erreichbarkeit, Wartezeiten und Transparenz der Abläufe. Ziel bleibt es, die Patient Journey so zu gestalten, dass sie effizient, verständlich und durchgehend patientenorientiert ist.
Die offene Diskussionsrunde zeigte, wie wertvoll der Blick über den eigenen Standort hinaus sein kann.

Ausblick: Die neue GOÄ

Zum Abschluss der Tagung informierten Jürgen Möller und Tobias Silberkuhl über den aktuellen Stand der Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Die Teilnehmenden erhielten eine fundierte Einschätzung darüber, welche Veränderungen in den nächsten Jahren zu erwarten sind – und welche Auswirkungen diese auf die ambulante und stationäre Versorgung haben könnten.

Dank und Ausblick

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden und Referierenden für den regen Austausch, die offenen Diskussionen und die wertvollen Impulse.

Wir hoffen, dass jede und jeder etwas Nachhaltiges aus der Tagung mitnehmen konnte, ob für die eigene Praxis, für die Weiterentwicklung unserer Standorte oder für die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten.